Klimaschutz
Deponie HAMBERG
Neues Entgasungs-Konzept für Klimaschutz
Die HDG erstellt ein neues Entgasungs- und Verfahrenskonzept für die Deponie HAMBERG. Ziel ist es, die Entgasung des Deponiekörpers zu optimieren und so Methangasemissionen einzusparen. Dies vermindert das Treibhausgaspotenzial und schützt die Umwelt. Angefangen hat das Projekt im Mai 2022 mit einer Potenzialstudie. Diese wurde von der Nationalen Klimaschutzinitiative unterstützt.
Auf der Deponie HAMBERG gibt es einen Altmüllbereich, in dem früher Hausmüll abgelagert wurde. Dieser gärt und es entsteht Deponiegas, das vor allem aus dem klimaschädlichen Methan besteht. Das Deponiegas konnte bisher über einen Motor verwertet werden. Doch dieses Potenzial ist irgendwann ausgeschöpft. Die Potenzialanalyse hat ergeben, dass der Erfassungsgrad abnimmt und eine effektive Entgasung der Deponie mit der aktuellen Technik und Methode immer schwieriger wird.
Um die Umwelt zu schützen wird das neue Entgasungskonzept in den nächsten Jahren weiterentwickelt und umgesetzt. Dabei setzt die HDG auf moderne Anlagen- und Behandlungstechnik, die das Deponiegas maximal erfassen kann und so das Treibhausgaspotenzial minimiert.
Vorhabensbeschreibung
Die ehemalige Hausmülldeponie Hamberg befindet sich in Baden-Württemberg östlich der Gemeinde Maulbronn und wird von der HAMBERG DEPONIE-GESELLSCHAFT mbH im Auftrag des Enzkreis betrieben. Im Zeitraum von 1971 bis 1996 wurden auf einer Fläche von rund 14 ha ca. 1,9 Mio. m³ Haus- und Gewerbeabfälle, Sperrmüll und Industrieabfälle sowie produktionsspezifische Abfälle und Schlämme eingelagert. Ca. 1,2 Mio. t dieser Abfälle haben einen organischen Anteil. Die Basisabdichtung der Deponie besteht aus mineralischem Tonmergel, die Zwischenabdichtung ist eine Kombinationsdichtung. Eine Oberflächenabdichtung nach BQS wird bis 2035 fertiggestellt sein. Das Deponiegas wird über 38 vertikale Gasbrunnen, 3 horizontale Gasdrainagen und 7 Gasregelstationen erfasst, mittels einer Gasförderstation abgesaugt und über einen Oberflächenbrenner thermisch fachgerecht entsorgt. Bis vor kurzem wurde das Deponiegas über ein BHKW verwertet. Die abnehmende Gasproduktion und die in die Jahre gekommene Technik der Gaserfassung machen es notwendig, diese entsprechend der Gasproduktion der nächsten 20 Jahre anzupassen. Mit einem optimalen Gaserfassungsgrad und einer Technik, über den Standard hinaus, können wir einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Machbarkeitsstudie - der nächste Schritt
Auf dem Weg für ein neues, effizienteres und klimaschützenderes Entgasungskonzept für die Deponie HAMBERG hat die HDG jetzt eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Diese Machbarkeitsstudie wird vom Bundesministerium für Wirtschaft sowie von der Nationalen Klimaschutz initiative gefördert.
Die Machbarkeitsstudie ist in mehrere Leistungsphasen und Arbeitsschritte unterteilt. In der Leistungsphase I werden die Grundlagen ermittelt:
- Bestandsaufnahme
- Potenzialanalyse
- Entwicklung grober Variantenskizzen für technische und organisatorische Minderungsmaßnahmen
Anschließend erfolgen die Vorplanung (Leistungsphase 2), Entwurfsplanung (Leistungsphase 3) und die Genehmigungsplanung (Leistungsphase 4).
Nachdem die Bestandsaufnahme und die Potenzialanalyse abgeschlossen sind, werden nun mögliche Varianten zur effektiven Entgasung der Deponie HAMBERG und damit auch zur Minimierung des Treibhausgaspotenzials entwickelt.

Nationale Klimaschutzinitiative
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Diese Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.
"KSI: Erstellung einer Machbarkeitsstudie für die Deponieentgasung der Deponie Hamberg"
Förderkennzeichen: 67K30487
Beweilligungszeitraum: 01.08.2024 - 31.07.2026
https://www.klimaschutz.de/de/kommunaler-klimaschutz
"KSI: Potenzialstudie zur Reduzierung von Treibhaus-Emissionen auf der Deponie HAMBERG"
Förderkennzeichen: 67K18581
Beweilligungszeitraum: 01.02.2022 - 31.01.2023
https://www.klimaschutz.de/de/kommunaler-klimaschutz
